Funk&Soul Blog

Musiker sind meistens auch Fans – und so ist es auch bei uns.
Wir lieben Funk & Soul Music, Disco, Rare Groove und natürlich den Blues. Daher gibt es hier Infos zu CDs, LPS, Konzerten und was es sonst noch so gibt.
„Get the Funk out!“

Sehr minimalistischer Soul mit Wurzeln bei Marvin Gaye, Prince, Al Green und Isaac Hayes. Hier und da etwas Club Athmosphäre und dann wieder unendlich langsame Crooner zum entspannen. Klingt Irgendwie wie De-Phazz auf LSD 🙂

Und immer das wunderschöne Rhodes Piano dabei.

Silk Rhodes im Web

silk-rhodes

 

Mahalia Barnes veröffentlicht zusammen mit Joe Bonamassa ein album mit Betty Davis Songs. Nach seinem Rock Candy Projekt eine weitere Liebeserklärung des jungen Gitarristen an Funk & Soul der 70er Jahre. Mahalia Barnes, die Tochter von Jimmy Barnes hat eine Stimme, wie eine echte Diva und kann den Songperlen der durchaus etwas extremen Betty Davis einiges Neue abgewinnen.

Unbedingt reinhören.

http://jbonamassa.com/artist/mahalia-barnes/ooh-yea-album/free-song/steppin/

Download

Unsere kleine Summer Tour durch SH war einfach traumhaft.

Im proppevollen Charlottenhof In Klanxbül haben wir ein Publikum angetroffen, dass sich voll auf unsere Show eingelassen hat. Einige waren von weit her extra zu unserem Konzert angereist. Der Charlottenhof ist ein alter Bauernhof in dem es den wohl schönsten Veranstaltungssaal in Norddeutschland gibt. Wir durften dort zwei Nächte übernachten und wurden derart gut umsorgt, dass man es kaum beschreiben kann. Eine volle Empfehlung für alle, die mal ihre Party dort feiern wollen. Allein die Badezimmer sind es Wert 🙂

Unser Sänger unter Schafen

Besonders haben wir uns über den tollen Video Mitschnitt unseres Fans Jürgen aus Oldenburg gefreut:

https://www.youtube.com/watch?v=8u28_Kb8u8M

Am nächsten Tag ging es nach Westerland. Da unser Gig in Morsum ausgefallen ist, haben wir die Zeit genutzt den Sylter Strand zu erkunden.

Nach einem Abend mit der tollen Aussicht auf die Wiesen rund um den Charlottenhof und den Genuss von „Flensburger“ in allen Varianten und Jägermeister sind wir am nächsten Tag nach Husum gefahren und haben dort die Sonne, das Meer und die Zeit erlebt.

Genau richtig um mit voller Energie abends auf die Bühne des Pinneberger Summer Jazzfestivals zu steigen.

Anfangs herrschte beim Aufbau etwas aufgeregte Hektik und etwas Anspannung aufgrund von unterschiedlichen Infos über die exakte Dauer des Auftritts, ob wir es schaffen, rechtzeitig aufzubauen, da die Vorband um einiges überzogen hatte und was es sonst noch so an Unbekannten bei einem Festival geben kann :-). Nach ein paar Nummern aber füllte sich der Marktplatz und weit über 1000 Menschen feierten mit uns eine wilde Funk&Soul Nacht. Bis in die letzten Reihen waren die Leute bei uns und haben jeden Ton aufgesogen. So viel Aufmerksamkeit erlebt man auf Festivals selten. Mit einem seeligen Gefühl sind wir dann in der Nacht zurück nach Bremen gefahren. Pinneberg Crowd

2014-08-09 00.27.172014-08-09 00.27.17Klar ist, dass wir nächstes Jahr wieder auf Summer Tour gehen werden.

Die meisten Dap Kings Alben sind von hoher Qualität aber manchmal auch etwas seicht.

Eigentlich wollte ich nicht zu viele Wiederholungen hier im Blog aber dieses Album ist einfach so stark, dass ich hier eine Ausnahmen mache 🙂

Soul Time ist schwarz, räudig und groovend. Fantastisch wie sie singt, unglaublich wie das rollt. Man kann nicht still sitzen. In den 70ern wäre das ein Klassiker geworden.

„He said I Can“, „I´m not gonna cry“ alles emotionale Statements einer Frau, die weiß wovon sie singt. Auf „What if we all stop paying taxes“ wird´s dann auch mal politisch.

Die Band ist tight und fokussiert und gibt Sharon die richtige Plattform, um ihren Soul auszuleben. Besser kann man das nicht machen. Und das ganze in einem hochmodernen Soundgewand, dass nur die Illusion von Retro Vintage Sounds erzeugt, in Wirklichkeit aber auch der Höhe der Zeit ist.

Unbedingte Kaufempfehlung.

Sharon Jones & The Dap Kings - Soul Time

Sharon Jones & The Dap Kings – Soul Time

Nach Nick Waterhouse  gibt es hier die nächste Neo Soul Sensation: St. Paul & The Broken Bones.

Frontmann Paul Janeway soll eine fantastische Live Performance hinlegen. Davon bekommt man auf dem nagelneuen Studiowerk schon einen guten Eindruck. Da wird geknödelt, geschrien und gelitten, dass es eine wahre Wonne ist.

Analog Waterhouse ist Janeway Brillenträger und die Band kommt stilecht im Anzug daher. Janeway sieht zwar alles andere als cool aus, eher so, wie der Junge mit dem früher niemand spielen wollte, aber singen kann er definitiv.

Die Band bereitet eine wilde Mixtur aus Memphis Soul, Muscle Shoals R&B, Atlantic, Stax und Motown Soul geboten.

Retro? Definitiv aber cool.

Homegrown-Soul-St-Paul-and-the-Broken-Bones-700

Im Fernsehformat Joiz bin ich aufmerksam geworden auf Paloma Faith, die mit ihren Songs zwischen Jazz und Soul Eindruck auf mich gemacht hat. Sie zweiter Gast neben Jennifer Rostock, eine echt schräge Kombination 🙂

Im reduzierten Arrangement mit Klavier und schwarzer Background Sängerin hat sie das Studio für sich eingenommen. Der Hit „Stone Cold Sober“ ist irgendwie an mir vorbei gegangen.

Beim Studium ihrer Platten findet man eine Perle nach der anderen. Hört unbedingt mal rein in die CDs. Paloma Faith ist auch Schauspielerin und das ebenfalls ziemlich gut.

Als Einstieg sei „Do you want the Truth“ empfohlen.

 

Wie man hier im Video sieht kann die Frau ziemlich abgehen.

Der „Tanz in den Mai“ im Fritz war dieses Jahr wieder eine unglaubliche Party.

Nach unserem Gig mit den Toasters, bei dem das Publikum von Anfang voll mitgemacht hat gingen unsere Freunde von „Double-O-Soul“ auf die Bühne und lieferten ein beeindruckendes Set mit viel Funk und Soul und einer Menge Blues und Rock. Wie immer überzeugten die Mad Mercy Horns mit toller Bühnenshow und das Publikum wurde zu kollektiven Tanzaktionen animiert.

Nach Mitternacht kamen dann „Blues Brothers & The Bandits“. Tim Kulke und Christopher Kotoucek spielten mit einer Band aus Toasters und Soulagenten ein kurzes aber mitreißendes Set mit BB Klassikern. Die meisten der fast 400 Zuschauer blieben bis spät in die Nacht und hatten sichtlich Spaß.

http://www.fritz-bremen.de/

 

 

Vinx, der Initiator von „Jungle Funk“, startete Mitte der 80er Jahre seine Karriere mit verschiedenen Projekten (Weltmusik, Jazz, Pop) Er arbeitete unter anderem mit Herbie Hancock, Stevie Wonder, Sting und Manhatten Transfer zusammen. 1996 wurde sein Projekt „Jungle Funk“ geboren.

Begleitet wird er von der ehemaligen Rhythmussektion von Living Colour, Will Calhoun (dr) und Doug Wimbish (b), zwei erfahrene Crossover-Berühmtheiten die schon mit Jaco Pastorius, Pharoah Sanders, Madonna, Mick Jagger und Seal in die Band gespielt haben. Living Colour hatten mit ihrem Album „VIVID“ 1988 großen Erfolg.

Das Konzept der Band beruht auf recht eingängigen Songs, die die Grundlage für Jams sind und einer enormen Bandbreite an Sounds. Eigentlich unglaublich, wie man in der Besetzung (Bass, Percussion, Drums) so eine Klangvielfalt erzeugen kann. Ermöglicht wird dies durch ein Arsenal an electronics, die Vinx bedient und vor allem furch das Pedalboard von Doug Wimbish, mit dem er gitarren- und syntieähnliche Sounds erzeugt. Die Band ist sehr gut eingespielt und schafft es auch mit sperrigem Material, die Zuschauer in der Energieleitzentrale in der Bremer Überseestadt zu erreichen. Das liegt meist an dem unglaublichen Groove der Band und dem tighten Spiel von Will Calhoun.

Dazu kommen ein paar lustige Mitsing Refrains (I can´t stand your ugly face no more…) und der sympathiscuhe Umgang mit dem Publikum. Sicher eines der spannenderen Konzerte der Jazzahead, weit ab vom Mainstream und oft gehörten Klischees.

www.jazzahead.de

Wenn man eine Vorstellung davon bekommen möchte, was Funk bedeutet, dann muss man dieses Album hören. Dieses Amalgam aus Rock, Funk, Soul, Sex und Lebenserfahrung ist einfach umwerfend. Es schwitzt aus jeder Pore, es ist dreckig, vulgär und auf den Punkt. Klasse Sessionmusiker haben mit der Frau Von Miles Davis 1975 dieses Meisterwerk eingespielt. Im Grunde sind alle Betty Davis Alben zu empfehlen, das erste schon alleine wegen dem absoluten Afro in Kombi mit den Hotpants. Über all grooved es in jedem Song aber dieses Album bläst einen an die Wand.

Man ist fasziniert von der ungezügelten Lust dieser Sängerin aber man würde wohl weglaufen, wenn die Dame sich einem auf den Schoß setzten würde. Übermächtig und essentiell. Kaum zu glauben dass ein introvertierter Typ wie Miles mit dieser Frau klar gekommen ist :-). Der Einfluss seiner Muse auf seine Siebziger Alben ist unverkennbar.

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James Last in diesem Blog? Ja genau. Man findet immer wieder tolle Funk Songs von ihm auf den Mojo Samplern oder anderen Compilations. Meistens stammen diese von zwei LPs, die gerade wiederveröffentlicht wurden. Well kept Secret/Voodoo Party, sollte man sich am zu Gemüte führen. Voodoo Party erschien Anfang der 70er als der Bremer James Last in New York mit bekannten Session Musikern aufgenommen hat. Wie auch bei Non Stop Dancing geht der Groove durch. Fast wie ein Mega Mix, wie man ihn von Techno Platten kennt. Das spannende ist aber, dass es sich hier um ein vielköpfiges Percussion Ensemble handelt, die allen Songs auf dem Album ein klasse Dschungel Feeling verleihen. Die Produktion ist dicht an Blaxploitation Filmen, wie Shaft dran. Fuzz Gitarre, Viele Bläser und Chorgesang. Meistens handelt es sich um Coverversionen. Einiges von Carlos Santana, anderes aber auch von Last selbst. Das Meiste ist wirklich hervorragend interpretiert und auf einer Guten Anlage kommt auch die gute Aufnahme zur Geltung. Auf zwei Songs bringt er dann noch Voodoo Priester und Priesterinnen mit schrägen Vocaleinlagen zum Einsatz. Diese Songs kann man im siebziger Jahre Kontext ganz lustig finden, ernsthafte Musik sind sie nicht. Der Rest ist allerdings ganz großes Rare Groove Kini. Es grooved wie die Hölle und man bekommt echt Lust zu tanzen oder vielleicht dabei auch noch einem Huhn den Kopf abzubeißen 🙂

Das andere Album auf dem Twofer kann man auch unter dem Titel Last in New York finden. Weniger Congas aber ebeso viel Funk. Ebenfalls ein tolles Album.

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  • Pinneberg, SummerJazz
    11.08.2018, 20:00 Uhr

  • Bremen-Findorff, Sommerfest
    18.08.2018, 20:00 Uhr

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